was habe ich heute gelernt? wie man sich rechtfertigt. dass ich unkoordiniert, ungeschickt, präzise bin. dass ich mich entweder überhaupt nicht oder aber ausschließlich für mich selbst interessiere. dass novemberwetter das beste der welt ist (immer schon gewusst). 'meine wildnis ist die seele des anderen' (l. perls). auch immer schon gewusst. zartbitterschokolade enthält antioxidantien, phenylethylamid und anadamid, welches bestimmten haschisch- und morphinbestandteilen ähnelt (fokus). dass mein leben aussieht wie eine schwarze leinwand mit vielen bunten punkten. und dass es morgen schon wieder ganz andere farben haben kann.

höhepunkt des tages: MILLIE! willkommen zuhause. das süße ding ist mein neuer dschungarischer zwerghamster, cremeweiß, kecke schwarze augen, winzig, im wahrsten sinne des wortes springlebendig, hält kaum still, ist blutjung, habe ich gleich ins herz geschlossen. nichtsdestowenigertrotz bleibt sir pulitzer, verstorben am 03.10.07, unvergessen. keiner kann ihn ersetzen. bei der gelegenheit möchte ich auch gleich erwähnen, dass meine anderen freakigen mitbewohner - misha, frou-frou und flitzi - nicht befürchten müssen, dass ich sie zu ratatouille verarbeite. ich habe euch dennoch allesamt zum fressen gern.

7.11.07 00:32, kommentieren

heute: ein paar links!

http://jfkoeln.blogspot.com/

http://www.inge-musik.de/

http://www.jazzecho.de/

http://www.literaten.org/

http://www.literaturcafe.de/

http://www.blumenwiesen.org/schizotypie.html

http://www.parapluesch.de/

http://www.english-books-and-tea.de

http://www.hagalil.com/index.htm

http://www.hanson.net/

http://www.jamiecullum.com/

(to be continued) 

 

'eine seelenlose welt ... willenlos ... vom konsum verwöhnt, und doch einsam.' (von: parapluesch.de)

ich bin zur zeit in der psychiatrie für misshandelte kuscheltiere (und halte mich selber für eins). mann, schon mal ein schaf getriggert? erzeugt verdammte schuldgefühle, muss ich sagen. das arme ding. 

ich sehe mal wieder dinge und personen, die nicht da sind.

ich höre stimmen, die mir sagen, was ich zu tun habe und wer ich sein soll. ich möchte diese stimmen verbannen. irgendwie weiß ich überhaupt nicht, was ich denke und wie ich handeln soll. da stehen mir diese tausende von wörtern der sprache zur verfügung, und ich kann sie zu nichts gebrauchen. was sollte ich auch sagen? es ist doch schon alles gesagt worden, oder. mir fehlen die worte, und gleichzeitig bin ich das wandelnde wörterbuch. zu allem habe ich eigentlich eine meinung. nur zu mir selber nicht.

 

4.11.07 23:37, kommentieren

asphalt

der atem der großstadt

setzt aus

eine sekunde

sie fühlt den puls

der zeit

die schlingt, schneidet

sich krümmt

pflastersteine wie

zusammengepresste monate

nebeneinander

seit jahrzehnten

sie liebt die alte stadt

macht keinen unterschied

straße:

auf ihr zu laufen

ist charakterschwäche

ist unfall

ist urteil

sie läuft

und spricht

so ungehalten

ziellos atmet sie die stadt ein

und die zeit setzt einen

augenblick aus

sie dreht sich um

und schlingert und fällt

und begehrt, festzuhalten

doch sie ist blind

 

(c) by JO

 

das leben ist ein rattenbiss: kurz, schmerzhaft und es macht dich rasend wütend. wie gut, dass mich seit neuestem die ratten beißen. (man fühlt!!)

leide ich unter entzugserscheinungen? noch nicht. sollte ich meinen neurotizismus umstellen und einen auf panikattacke machen? nur so ein gedanke.

meine einstellung zur welt: hin und wieder mal dämlich in die runde grinsen, und ansonsten in einer feindseligen haltung erstarren. macht spaß. schon molière wusste, dass bekennende misanthropen bessere menschen sind als diese ***, die freundlichkeit faken.

wie ging es mir heute: genervt, aufgeräumt, vergesslich, unverstanden, kopflos, lächerlich, deprimiert, charmant, fordernd, missbilligend, kränklich, außer sich. und so.

gedanke zur nacht: ich wünsche meinen lesern einen klaren sternenhimmel und süße träume (und das sage ich als erklärter menschenfeind?). and I really mean it. 

1 Kommentar 3.11.07 00:56, kommentieren

mein tag!

stimmung: von aggressiv über hasserfüllt bis hin zu euphorisch

horoskop: soll den tag ganz für mich allein genießen ...

selbstschädigendes verhalten: ignoriere mich wie üblich

selbstmotivitation: gegen null

bester moment: gespräch mit ner freundin, einmal um den neumarkt laufen, lasagne-stücke zählen (49) ... ja ja, ich bin vollzeit-verrückte.

alkohol: sangria

zigaretten: 2

song des tages: hero, can she excuse my wrongs

poesie des tages: du hast so große augen, kind (...) dann ist dein blick am tag wie blind/und deine seele wie zerspalten/dann bangt dir vor dem alltagsalten/wenn wünsche sich in dir entfalten/die allen andern wahnsinn sind (rilke)

heldentat des tages: ein büschen aufgeräumt

projekt: soundtrack meines lebens erstellen

was ich jesus sagen will: einmal freak, immer freak

28.10.07 23:25, kommentieren

I watch myself grow, I say things in a roundabout way.

I think I'm despicable, detestable, adorable, gorgeous.

I surprise myself daily with those extremely intense stories I've got to tell.

Today I fell out of bed (on purpose). I chewed my words before I spoke. I prayed that He won't let me fall apart. I wanted to paint my walls purple. I left them by the house of fun; don't know why I didn't come. I played the bass. I told a lie. I was melodramatic. I felt like little miss scatterbrain. I tried to find the future in the past. I thought about my splendid non-existent character. I made a choice. I did something healthy (even though I hate health). I discovered you can be communicative and weird at the same time.

 

26.10.07 22:44, kommentieren

pourquoi m'arrachez-vous de mes heures pâles, bleues, dans le scintillement confus des cercles tourbillonants?

je n'aime plus regarder votre folie.

je veux comme un enfant dans la chambre de malade, solitaire, avec un sourire secret, silencieux, silencieux, bâtir des jours et des rêves.

(traduction de rainer maria rilke par jaleh ojan) 

22.10.07 16:58, kommentieren